Versicherungsmakler Innsbruck

Fahrerflucht - Kein Kavaliersdelikt!

Jeder Unfall stellt eine extreme Stresssituation für alle Beteiligten dar. Trotzdem kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen zu lassen, kann vor weitreichenden Konsequenzen schützen.

Auf einen Unfall reagiert jeder Mensch unterschiedlich: Die Reaktionen liegen zwischen Panik und bewussten gesetzwidrigen Handlungen. Auch die Ursachen für eine solche Fluchtreaktion sind vielfältig. Verdrängung, Verleugnung und die Furcht vor strafrechtlichen oder persönlichen Konsequenzen sind primäre Gründe.

Verlust des Versicherungsschutzes

Unfallflüchtige - vorausgesetzt man findet sie - müssen nicht nur mit rechtlichen Folgen rechnen. Auch der Versicherer kann Obliegenheitsverletzung einwenden, die zu Leistungskürzungen und -freiheit führen kann.

Das gilt auch für vermeintliche kleine Bagatellunfälle ohne Beteiligung eines anderen, wie die Beschädigung eines Straßenschilds oder das Umfahren einer Schneestange. Auch hier spricht der Gesetzgeber von Fahrerflucht, wenn man einfach weiterfährt.

Verpflichtungen im Straßenverkehr

Aus der Straßenverkehrsordnung (StVO) ergeben sich mehrere Verpflichtungen für diejenigen, die an einem Unfall beteiligten sind:

-Unabhängig des Verschuldens, müssen Personen die an einem Unfall beteiligt sind sofort anhalten, die Unfallstelle absichern und aufklärend am Sachverhalt mitwirken.

-Wurden dabei Personen verletzt, muss in jedem Fall die Polizei verständigt werden. Außerdem ist Hilfe zu leisten oder zumindest herbeizurufen.

-Wer zu einem Unfall dazukommt, hat Pflichten: Er muss Hilfe leisten , soweit ihm das ohne Eigengefährdung zumutbar ist.

-Im Notfall ist jeder verpflichtet ggf. sein Handy oder Fahrzeug zu Verfügung zu stellen, damit Hilfe herbeigeholt werden kann.

-Zeugen müssen aufklärend am Sachverhalt mitarbeiten.

Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung

-Findet man den Fahrerflüchtigen, so hat dessen Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden zu ersetzten.
Allerdings kann das für den nachweislich flüchtigen Verursacher teuer werden. Auf dem Regresswege darf der Versicherer bis zu Euro 11.000,00 pro Obliegenheitsverletzung max. jedoch Euro 22.000,00 von seinem Versicherungsnehmer zurückfordern.
Eine ggf. vorhandene Vollkaskoversicherung wird in diesem Fall von ihrer Leistungspflicht befreit, was bedeutet, dass auch der eigene Schaden selbst zu tragen ist.

-Ist es nicht möglich den Fahrerflüchtigen auszuforschen, so gibt es einen Ersatz des Sachschadens nur dann, wenn eine Person schwer verletzt oder sogar getötet wurde. Den fällige Selbstbehalt von Euro 220,00 (Stand 2013) muss das Unfallopfer zahlen.

Verkehrsopferfonds

-Soweit möglich, sollte sich der Geschädigte so rasch als möglich an den Versicherungsverband wenden, um dort seinen Schaden gegen den Verkehrsopferfonds geltend zu machen.

Wenden Sie sich an uns: Wir unterstützen Sie und helfen Ihnen weiter!

Versicherungsberater Zöschg Groh in Innsbruck und Sterzing

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